Passivhaus

06.03.2024 | Lexikon

Im Gegensatz zum Niedrigenergiehaus, das durch eine entsprechende Wärmedämmung und durch Ener­gie­er­zeu­gung über Solaranlagen Energieeinsparungspotenziale ausschöpft, kommt das Passivhaus mit einem Bruchteil der konventionellen Energiezufuhr zur Erwärmung des Hauses aus. Im Schnitt beträgt der Energieverbrauch des Passiv­hau­ses zwischen 12 und 15 Prozent des Energieverbrauchs eines konventionellen Hauses des Baustandards um 1990.

Grundgedanke des Passivhauses ist es, die ohnehin vor­han­dene Wärmeenergie optimal aufzufangen und zu nutzen. Zu dieser Wärmeenergie zählen u. a. Lampen, Fernsehgeräte und der „Wärmespeicher Mensch“. In Ver­bindung mit einem besonderen Ent- und Be­lüf­tungs­sys­tem wird durch diese zusätzliche Energiequelle das kon­ven­tio­nel­le Lüften durch Öffnen der Fenster überflüssig.

Eine Weiterentwicklung des Passivhauses zum „Plus­ener­gie­haus“ leistete der Architekt Rolf Disch. Er setzte kon­se­quent alle Elemente der von der Natur angebotenen Möglichkeiten des Bauens ein (recyclingfähige Materialien, Nutzung von Abfällen für Kompost und Biogas, Nutzung von Regenwasser und Sonnenlicht).